Ein Dübel für alle Fälle

Ein Dübel für alle Fälle

Dübel sind ein echtes Urgestein der Befestigungstechnik. Vom einfachen Stück Holz bis zum Schwerlastdübel war es ein langer Weg. Immer wieder wurde das einfache Prinzip von klugen Köpfen und Praktikern verbessert, bis hin zu unseren heutigen Hochleistungs-Produkten.

Die Geschichte des industriell gefertigten Dübels beginnt mit dem Spreizdübel des Engländers John Joseph Rawlings. Er meldete seinen aus Hanfschnur und natürlichem Klebstoff bestehenden Dübel 1911 zum Patent an. In Deutschland wurde ab 1926 eine Variante aus Hanfschnur in einer Blechhülse von Upat (Hamburg) hergestellt. Als Erfinder des Kunststoffdübels gilt mittlerweile gesichert der Ingenieur Fritz Axthelm. In dessen Firma Niedax wurden nach dem zweiten Weltkrieg erstmals nicht nur Dübel aus Metall, sondern eben auch aus Kunststoff gefertigt.

Dübel für jedes Material:

Neben der zu erwartenden Last spielt natürlich der Untergrund eine Rolle, in dem der Dübel befestigt werden soll. Die hier zusammengefassten Empfehlungen sind natürlich verallgemeinert und es gibt noch eine Vielzahl von Spezialprodukten, die sich für die genannten Materialien eignen. Außen vor sind hier auch noch die Sonderprodukte für extrem herausfordernde Einsatzgebiete. Einige Produkte eignen sich natürlich, je nach Dichte des Baustoffes und zu erwartender Last auch für mehrere Materialien.

- Massivholz, Spanplatten, Mauerwerk aus Vollstein, Kalksandvollstein, Beton

   Hier eignen sich Universaldübel (Spreiz- oder Flossendübel) aus Kunststoff oder Nageldübel.

- Mauerwerk aus Vollstein, Beton, Lochstein, Porenbeton, Wandbauplatten, Gipskarton, Gipsfaserplatten

   Wir empfehlen hier je nach Dichte des Baustoffes unseren Expansionsdübel.

Wandbauplatten, Gipskarton, Gipsfaserplatten

   Hier sind Gipskartondübel oder Federklappdübel praktisch. Bei großen Lasten empfehlen sich Metall- Hohlraumdübel.

Dübelarten im Überblick:

Universaldübel/ Flossendübel aus Kunststoff

Dieser Normdübel aus Polyamid ist mit einer Schraubenführung und Verdrehsicherung ausgestattet und eignet sich für die Verarbeitung mit Holz- und Spanplattenschrauben.  Der Innendurchmesser dieser Dübel ist kleiner als der Durchmesser der zu verwendenden Schraube. Durch die radiale Spreizung des Dübels beim Einschrauben verankert er sich zuverlässig im Untergrund. Er lässt sich problemlos in allen Baustoffen mit hohen Festigkeiten wie Beton, Mauerziegel oder Kalksandvollstein verarbeiten.

 

Expansionsdübel aus Kunststoff:

Unsere Expansionsdübel aus Kunststoff spreizt sich beim Einschrauben in Vollbaustoffen wie Beton und verknotet sich in Hohlbaustoffen wie Lochziegel. Durch die drei längsseitigen Spreizzonen hält der Dübel sicher auch größere Lasten. Somit ist dieser Dübel in fast allen Bereichen einsetzbar. Der Kragen am Kopf des Dübels verhindert ein zu tiefes Eindringen in das Bohrloch.

 

Nageldübel aus Kunststoff

Unsere Nageldübel bestehen aus einem Kreuzschlitznagel (Stahl blau verzinkt) und einer Dübelhülse aus Nylon mit Senkkopf. Er eignet sich für Befestigungen im Beton, Ziegel, und anderen Baustoffen mit hohen Festigkeiten, insbesondere bei Schnellmontagen im Innenbereich. Durch den versenkten Kreuzschlitz kann er zum Justieren gelöst werden. Die freistehende Spitze des Schraubnagels ermöglicht eine exakte Führung im Dübel. Beim Zylinderkopfdübel bleibt der Dübelkragen vor dem zu befestigenden Material, was gerade bei dünnwandigen Teilen wie Ständerwerk, Schildern oder Kabelkanälen wichtig ist.

 

Dübel für jede Gegebenheit:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Dübel zu montieren. Abhängig von der zu erwartenden Last und den Umständen der Montage werden in der Regel folgende Montagearten angewandt:

-          Vorsteckmontage:

Der Dübel wird bündig mit der Oberfläche in das Bohrloch im Baustoff gesteckt. Dann wird das zu befestigende Bauteil angeschraubt. Diese Art der Montage wird meistens bei der Einzelmontage angewandt. Verwendet werden dafür gerne Flossendübel (Spreizdübel) aus Kunststoff. 

-          Durchsteckmontage:

Hier wird der Dübel auf dem zu befestigenden Bauteil positioniert. Dann wird durch den Dübel direkt in das Bauteil und in den darunter liegenden Baustoff gebohrt. Der Dübelkopf schließt hier nicht wie bei der Vorsteckmontage bündig mit dem Baustoff, sondern mit dem Bauteil ab. Gerade in der Serienmontage spart dieses Vorgehen Zeit. Gerne werden dafür Rahmendübel oder Nageldübel benutzt.

-          Abstandsmontage:

Bei der Abstandsmontage wird das Bauteil mit Abstand zur Baustoffoberfläche fixiert. Das ist zum Beispiel dann nötig, wenn Platz für Dämmmittel oder zum Verlegen von Kabeln in Zwischenräumen gelassen werden muss. Hierfür können zum Beispiel Dübel für Dämmbefestigung, Stahlanker oder Verbundanker benutzt werden.

Dübel richtig einschrauben:

Wenn das Loch gebohrt ist, in dem der Dübel eingesetzt werden soll, ist zunächst darauf zu achten, dass sich nicht zu viel Bohrstaub im Loch befindet. Der Dübel wird nun eingesteckt und falls erforderlich, mit ein paar Hammerschlägen versenkt. Das Einschrauben des Dübels erfordert etwas Druck, weshalb auf die passende Größe des Bits geachtet werden sollte, damit man beim Schrauben nicht wegrutscht oder verreißt.

 

Hier einige vereinfachte Formeln, die helfen können:

- Bohrerdurchmesser = Dübeldurchmesser (bei Universaldübeln)

- Schraubenlänge = Schraubendurchmesser + Dübellänge + Montageteil

- Bohrlochtiefe = Dübellänge + Schraubendurchmesser

 

Wichtig ist es auch, Abstände zwischen den Dübeln, beispielsweise zu Ecken oder Kanten im Mauerwerk, oder zu anderen Dübeln zu halten. Andernfalls kann es zum Abplatzen von Mauerwerk oder anderen Beschädigungen am Baustoff kommen.

Mauerwerk, Porenbeton oder Gipsplatten: Hier sollte ein Abstand von ca. dem Vierfachen der Dübellänge zum nächsten Dübel gehalten werden. Zu Ecken sollte der Abstand ca. dem Zweifachen der Dübellänge entsprechen.

Beton: Der Abstand von Dübel zu Dübel sollte dem Zweifachen der Dübellänge entsprechen, der Abstand zu Ecken sollte mindestens gleich einer Dübellänge sein.

Zudem sollte vor jedem Einsatz die Tragkraft des Dübels beachtet werden. Diese wird vom Hersteller angegeben und ist natürlich sicherheitsrelevant. Die Tragkraft wird im Allgemeinen als “zulässige Gebrauchslast“ auf den Verpackungen angegeben. Sollte Diese in kN (Kilonewton) angegeben sein ist das kein Problem. 1 kN entspricht etwa 100 kg.

Wir beraten Sie gerne zum Thema Befestigungstechnik und suchen mit Ihnen den passenden Dübel für Ihr Projekt. Wenden Sie sich gern direkt an unsere Kundenberater, zum Beispiel per E-Mail an vertrieb@emc-direct.de oder unter der Durchwahl +49(0)2369 98469-15. Bestellen können Sie ihre Dübel direkt bei unseren Kundenberatern oder in unserem Webshop unter www.emc-direct.de.

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