Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) sind ein langfristiges Investment mit klaren Ertragserwartungen. Technische Störungen und Schäden gefährden diese Rendite – besonders dann, wenn sie nicht auf Materialversagen, sondern auf vermeidbare Fehler in Planung, Installation oder Wartung zurückgehen. Studien renommierter Institutionen wie ENVARIS und Trust-PV bestätigen: Installationsfehler und Wartungsmängel durch Personal bleiben die größten Schwachstellen im PV-Betrieb.
Die 5 häufigsten Schadensursachen an Photovoltaikanlagen
In einer detaillierten Analyse haben energynet und ENVARIS die fünf häufigsten Schadensursachen an Photovoltaikanlagen ermittelt, die in weiterführenden Zuverlässigkeits- und Sicherheitsstudien von Trust-PV näher beschrieben werden:
- 1 Brandschäden (häufig ausgelöst durch Lichtbögen bei fehlerhaften DC-Verbindungen)
- 2 Sturmschäden (mangelhafte mechanische Befestigung der Unterkonstruktion)
- 3 Blitzschlag und Überspannung (fehlender oder unzureichender Potenzialausgleich)
- 4 Schneedruck (Überlastung der Modulrahmen und Montageprofile)
- 5 Diebstahl und Vandalismus
Elektroinstallation als kritischer Risikofaktor
Das Projekt „Solar Bankability" hat mit etablierten Methoden zur professionellen Risikobewertung die technischen Schwachstellen in PV-Projekten systematisch untersucht. Die Analyse kommt zu einem klaren Befund: Module, Wechselrichter und Verkabelung sind die Komponenten, die am häufigsten von Störfällen betroffen sind und die gleichzeitig überproportional oft kostenintensiven Ausfälle verursachen, die sich direkt auf die Produktivität der Anlage auswirken.
Die Schadensverteilung im Detail:
Über ein Drittel der Kosten und mehr als 40 Prozent aller dokumentierten Störfälle lassen sich direkt auf fehlerhafte Elektroinstallation (Kabelschutz, Kabelverbindung, Kabelbefestigung und Kabelbearbeitung) zurückführen, ergänzt durch etwa ein Viertel zusätzlicher Störfälle und weitere 15 Prozent der Kosten aufgrund falscher oder qualitativ unzureichender Elektroinstallationsmaterialien.
Zusammengefasst lassen sich damit mehr als die Hälfte aller dokumentierten PV-Schäden auf Elektroinstallationsfehler und mangelhafte Materialien zurückführen und wären also durch korrekte Planung und Materialauswahl vermeidbar.
Fachwissen und Materialqualität als präventive Schutzmaßnahme
Alle genannten Studien kommen zu einem gleichlautenden Fazit: Die Qualität einer PV-Anlage hängt maßgeblich von den ausführenden Personen und den eingesetzten Materialien ab.
Sorgfältige Planung, fachgerechte Installation und der Einsatz normkonformer Bauteile sind keine optionalen Qualitätsmerkmale, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit. Also gilt, für eine dauerhafte Anlagenzuverlässigkeit ohne unvorhergesehene Ausfallzeiten sind fachgerechte Installation, regelmäßige Wartung und individuell abgestimmte Schutzkonzepte gleichermaßen entscheidend.
Kostenloses Whitepaper für einen sicheren PV-Betrieb
Um das Bewusstsein für hohe Qualitätsstandards in der Montage und Elektroinstallation von PV-Anlagen zu schärfen, haben Fachautoren für EMC-direct das Whitepaper „Häufige Schadensursachen an Photovoltaikanlagen kennen – und vermeiden" erarbeitet.
Es steht kostenfrei zum Download bereit:
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was sind die fünf häufigsten Schadensursachen an Photovoltaikanlagen?
energynet und ENVARIS haben die fünf häufigste Schadensursachen ermittelt:
1. Brandschäden (häufig ausgelöst durch Lichtbögen bei fehlerhaften DC-Verbindungen)
2. Sturmschäden (mangelhafte mechanische Befestigung der Unterkonstruktion)
3. Blitzschlag und Überspannung (fehlender oder unzureichender Potenzialausgleich)
4. Schneedruck (Überlastung der Modulrahmen und Montageprofile)
5. Diebstahl und Vandalismus.
Welche Rolle spielt die Elektroinstallation bei Schäden an PV-Anlagen?
Module, Wechselrichter und Verkabelung sind die am häufigsten von Störfällen betroffenen Komponenten. Über ein Drittel der Kosten und mehr als 40 Prozent aller dokumentierten Störfälle lassen sich direkt auf fehlerhafte Elektroinstallation (Kabelschutz, Kabelverbindung, Kabelbefestigung und Kabelbearbeitung) zurückführen, ergänzt durch etwa ein Viertel zusätzlicher Störfälle und weitere 15 Prozent der Kosten aufgrund falscher oder qualitativ unzureichender Elektroinstallationsmaterialien. Damit lassen sich mehr als die Hälfte aller dokumentierten PV-Schäden auf Elektroinstallationsfehler und mangelhafte Materialien zurückführen und wären durch korrekte Planung und Materialauswahl vermeidbar.
Wie lassen sich Schäden an Photovoltaikanlagen vermeiden?
Die Qualität einer PV-Anlage hängt maßgeblich von den ausführenden Personen und den eingesetzten Materialien ab. Sorgfältige Planung, fachgerechte Installation und der Einsatz normkonformer Bauteile sind keine optionalen Qualitätsmerkmale, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit. Für eine dauerhafte Anlagenzuverlässigkeit ohne unvorhergesehene Ausfallzeiten sind fachgerechte Installation, regelmäßige Wartung und individuell abgestimmte Schutzkonzepte gleichermaßen entscheidend.
Erstveröffentlichung am 04.02.2025
Quelle:https://www.photovoltaik.eu/wartung/der-faktor-mensch-verursacht-hohe-kosten